Differenz-von-Differenzen-Methode

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Kurzbeschriebung

Die Differenz-von-Differenzen-Methode ist ein quasi-experimentelles statistisches Verfahren zur Schätzung kausaler Effekte von Interventionen ohne Randomisierung. Sie vergleicht die zeitliche Veränderung einer Zielgröße in einer Behandlungsgruppe mit der entsprechenden Veränderung in einer Kontrollgruppe.

Durch die Bildung der Differenz der Differenzen werden zeitinvariante Unterschiede zwischen den Gruppen herausgerechnet. Zentrale Annahme ist, dass sich beide Gruppen ohne Intervention parallel entwickelt hätten (Parallel-Trends-Annahme).

Anwendbarkeit im Gesundheitssektor

Die Methode wird häufig zur Evaluation von gesundheitspolitischen Maßnahmen eingesetzt, etwa bei Rauchverboten, Impfprogrammen, Krankenhausreformen oder Zuzahlungsregelungen. Typische Endpunkte sind Mortalität, Inzidenzen, Hospitalisierungen oder Kosten.

Sonstiges

Erfordert mindestens zwei Gruppen und zwei Zeitpunkte

Erweiterbar um Fixed Effects und multiple Perioden

Semantik

Wikidata-Identifikator ist: Q5281101

Deutsche Wikipediaseite ist: https://de.wikipedia.org/wiki/Differenz-von-Differenzen

Englische Wikipediaseite ist: https://en.wikipedia.org/wiki/Difference_in_differences

Quelle: Angrist & Pischke (2009), Mostly Harmless Econometrics

Behandlung von Unsicherheit in den Ergebnissen der Methode ist explizit

Für die Methode benötigte Datenmenge ist mittel

Zweck der Methode ist Kausale Analyse;Inferenz„Kausale Analyse;Inferenz“ befindet sich nicht in der Liste (Voraussage, Inferenz, Simulation, Kausale Analyse) zulässiger Werte für das Attribut „Zweck der Methode ist“.

Methode ist Mitglied der Methodenfamilie Statistisch;Kausale Inferenz„Statistisch;Kausale Inferenz“ befindet sich nicht in der Liste (Mechanistisch, Statistisch, Maschinenlernen, Tiefes Lernen, Hybrid, Kausale Inferenz, Simulation, Operationale Vorhersage, Beschreibende und erkundende Analyse, Praktisches Anwendungskonzept, ...) zulässiger Werte für das Attribut „Methode ist Mitglied der Methodenfamilie“.

Interpretierbarkeit der Ergebnisse der Methode ist gut

Webseite: https://economics.mit.edu/faculty/angrist