Synthetische Kontrolle

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Kurzbeschriebung

Die Synthetische Kontrollmethode ist ein kausales Inferenzverfahren zur Bewertung von Interventionen, bei denen nur eine oder wenige behandelte Einheiten existieren. Sie konstruiert eine gewichtete Kombination unbehandelter Einheiten, die das Verhalten der behandelten Einheit vor der Intervention möglichst genau reproduziert.

Die Abweichung zwischen beobachtetem Verlauf und synthetischer Kontrolle nach der Intervention wird als kausaler Effekt interpretiert, sofern der Prä-Interventions-Fit gut ist.

Anwendbarkeit im Gesundheitssektor

Einsatz bei landesweiten oder regionalen Maßnahmen wie Lockdowns, Impfkampagnen oder Gesundheitsreformen, insbesondere wenn keine geeignete einzelne Kontrollregion existiert.

Sonstiges

Besonders geeignet bei einer behandelten Einheit

Inferenz meist über Placebo- und Permutationstests

Semantik

Wikidata-Identifikator ist: Q22909061

Deutsche Wikipediaseite ist: https://de.wikipedia.org/wiki/Synthetische_Kontrolle

Englische Wikipediaseite ist: https://en.wikipedia.org/wiki/Synthetic_control_method

Quelle: Abadie et al. (2010), Journal of the American Statistical Association

Behandlung von Unsicherheit in den Ergebnissen der Methode ist explizit

Für die Methode benötigte Datenmenge ist mittel

Zweck der Methode ist Kausale Analyse;Inferenz„Kausale Analyse;Inferenz“ befindet sich nicht in der Liste (Voraussage, Inferenz, Simulation, Kausale Analyse) zulässiger Werte für das Attribut „Zweck der Methode ist“.

Methode ist Mitglied der Methodenfamilie Statistisch;Kausale Inferenz„Statistisch;Kausale Inferenz“ befindet sich nicht in der Liste (Mechanistisch, Statistisch, Maschinenlernen, Tiefes Lernen, Hybrid, Kausale Inferenz, Simulation, Operationale Vorhersage, Beschreibende und erkundende Analyse, Praktisches Anwendungskonzept, ...) zulässiger Werte für das Attribut „Methode ist Mitglied der Methodenfamilie“.

Interpretierbarkeit der Ergebnisse der Methode ist gut

Webseite: https://economics.mit.edu/people/faculty/alberto-abadie